Die Rolle des Gefahrstoffkatasters

Jedes Unternehmen ist verpflichtet ein Gefahrstoffkataster (z. T. Gefahrstoffverzeichnis genannt) zu führen. Im Kataster müssen alle Gefahrstoffe des Unternehmens aufgeführt werden. Mögliche Beispiele für Gefahrstoffe sind Säuren oder Laugen, jedoch müssen ebenfalls beispielsweise Reiniger oder Entkalker (z. B. für die Kaffeemaschine) im Kataster gelistet werden. Ein gepflegtes und standardisiertes Gefahrstoffkataster bietet viele Vorteile:

  • Einfacher Zugang zu sicherheitsrelevanten Informationen
  • Identifikation von sehr gefährlichen Stoffen (z. B. krebserregende Stoffe)
  • Identifikation von obsoleten oder nicht mehr verwendeten Stoffen
  • Umsetzung der unternehmerischen Pflicht, ein Gefahrstoffkataster zu führen

Physikalische, gesundheitliche und umweltbezogene Gefahren von Gefahrstoffen verstehen

Die Gefahrstoffverordnung definiert die Kriterien, die ein Stoff, Gemisch oder Erzeugnis erfüllen muss, um als Gefahrstoff deklariert zu werden. Dabei werden vier verschiedene Gefahren unterschieden:

  • Physikalische Gefahren
  • Gesundheitsgefahren
  • Umweltgefahren
  • Weitere Gefahren

Zu den physikalischen Gefahren zählen zum Beispiel Eigenschaften des Gefahrstoffs wie die Entzündbarkeit, die oxidierende Wirkung oder die korrosive Wirkung gegenüber Metallen. Erbgutverändernde bzw. -schädigende oder giftige Gefahrstoffe werden der Rubik Gesundheitsgefahren zugeordnet. Schädigt ein Gefahrstoff die Gewässer, wird dieser der Rubrik Umweltgefahren zugeteilt. Bei Schädigungen der Ozonschicht wird der Gefahrstoff zur Rubik weitere Gefahren gezählt. Detaillierte Informationen über die vier Gefahrengruppen finden Sie in der Gefahrstoffverordnung § 3.

Wichtige Informationen zu den Charakteristika von Gefahrstoffen lassen sich im Sicherheitsdatenblatt finden. Im zweiten Abschnitt werden die Gefahrenhinweise, das Signalwort und die GHS-Piktogramme aufgeführt, die über die Gefährlichkeit des Gefahrstoffs informieren. Diese Informationen müssen ebenfalls im Gefahrstoffkataster angegeben werden.

Die Gefährlichkeit des Gefahrstoffs wird maßgeblich durch folgende Parameter bestimmt:

  • Dauer der Exposition
  • Häufigkeit der Exposition
  • Art der Exposition via Hautkontakt, Luft oder oraler Aufnahme
  • Generelle Stärke der Schädigung durch eine Exposition

Gefahrstoffkataster erstellen – wie funktioniert das?

Die Erstellung eines Gefahrstoffkatasters zählt zu den Arbeitsschutzpflichten des Unternehmers. Die Entwicklung des Gefahrstoffkatasters kann jedoch an eine verantwortungsvolle und zuverlässige Person/Firma übertragen werden. Es müssen alle gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden.

Sammeln Sie alle Sicherheitsdatenblätter digital an einem zentralen Ort. Versichern Sie sich vor der Erstellung des Katasters, dass die Sicherheitsdatenblättersammlung vollständig ist und dass das aktuellste

Sicherheitsdatenblatt verfügbar ist. Im besten Fall sind die Sicherheitsdatenblätter nicht älter als zwei Jahre.

Aktuell bietet der Markt nur Softwarelösungen für das Management der Gefahrstoffdaten an. Diese Lösungen sind nicht notwendig, gestalten Sie einen Master in Excel, der folgende Punkte beinhaltet:

  • Erstelldatum des Sicherheitsdatenblatts
  • Name des Stoffs
  • H-Sätze
  • Signalwort
  • GHS-Piktogramme
  • Einsatzort des Stoffs
  • Größenmenge (g/ml, kg/l oder t/m³)

Wir empfehlen Ihnen, sehr viel mehr Parameter zu extrahieren, um das Gefahrstoffkataster ebenfalls für die Lagerkonzipierung und das Gefahrgutmanagement verwenden zu können. Wir ermitteln standardisiert folgende Parameter: Erstelldatum des Sicherheitsdatenblatts, Name der Substanz, H-Sätze, P-Sätze, GHS-Piktogramme, Signalwort, Flammpunkt, Siedepunkt, Aggregatszustand, Lagerklasse, UN-Nummer, Name der UN-Nummer (falls vorhanden), Umweltgefahr, Gefahrzettel, Verpackungsklasse und Wassergefährdungsgruppe.

Im nächsten Schritt werden die zuvor im Master definierten Informationen aus den Sicherheitsdatenblättern extrahiert. Dieser Schritt ist sehr zeitaufwändig und führt aufgrund der Monotonie oft zu Flüchtigkeitsfehlern.

Wir sind bis dato der einzige Anbieter, der mit Hilfe einer künstlichen Intelligenz die Informationen aus den Sicherheitsdatenblättern automatisiert und ohne manuellen Aufwand auslesen kann.

Extrahieren Sie für alle Sicherheitsdatenblätter die definierten Informationen. Es empfiehlt sich, die Sicherheitsdatenblätter mit einem Hyperlink im Gefahrstoffkataster zu verknüpfen.

Nachdem alle Informationen aus den Sicherheitsdatenblättern in das Gefahrstoffkataster übernommen wurden, kann nun mit der Gefährdungsbeurteilung begonnen werden. Dabei werden Mengeneinheiten, Expositionsszenarien und Gefahrenhinweise verwendet, um die unmittelbare Gefahr zu bestimmen. In diesem Schritt werden Stoffe ebenfalls auf ihre gesundheitlichen Gefahren überprüft und es werden sehr gefährliche Stoffe markiert. Diese Gefahrtstoffe sollten einer Substitutionsprüfung unterzogen werden (z. B. das Ersetzen von Benzol mit Toluol).

Betriebsanweisungen legen den Standard hinsichtlich der Handhabung von Gefahrstoffen fest. Dabei werden die Gefahren aufgeführt, die Schutzmaßnahmen beschrieben, Erste-Hilfe-Maßnahmen erläutert und die Kontaktdaten eines Notfallarztes niedergeschrieben. Diese Informationen müssen allen Mitarbeitern, die in Kontakt mit den beschriebenen Gefahrstoffen gelangen, zur Verfügung gestellt werden.

Gefahrstoffmanagement mit SeDi-Tech

Die Erstellung des Gefahrstoffkatasters, der Gefährdungsbeurteilungen und der Substitutionsprüfungen für besonders gefährliche Stoffe erfolgt bisher häufig manuell. Da Maschinen Menschen in repetitiven Prozessen deutlich überlegen sind, haben wir eine künstliche Intelligenz (KI) entwickelt, die diesen Prozess automatisiert. Unsere KI überzeugt durch eine äußerst geringe Fehlerrate, hohe Geschwindigkeit und Präzision. Besonders innovativ ist ihre Fähigkeit, auch gescannte und geschützte Sicherheitsdatenblätter zuverlässig auszuwerten.

Zusätzlich unterstützen wir Sie bei der regelmäßigen Aktualisierung Ihrer Sicherheitsdatenblätter. Sicherheitsdatenblätter, die älter als zwei Jahre sind, werden automatisch von uns angefordert und in unserer Online-Applikation hinterlegt. Dort können Sie die aktualisierten Dokumente bequem einsehen und herunterladen.

Da Betriebsanweisungen auf Grundlage von Sicherheitsdatenblättern erstellt werden, müssen auch diese regelmäßig überprüft werden. Wir übernehmen für Sie die jährliche Kontrolle der Betriebsanweisungen und sorgen dafür, dass alle Informationen stets auf dem neuesten Stand sind.

Fachliche Kompetenz

Neben unserem Wissen über Chemie haben wir uns im Rahmen der Entwicklung der Software mit den Details der Gefahrstoffberatung beschäftigt. Daher konnten wir im weiteren Verlauf, nach der automatisierten Extraktion, ebenfalls die übrigen Thematiken des Gefahrstoff-managements automatisieren.

Fehlerminimierung

Manuelle Prozesse sind nicht nur zeitaufwändig, sondern auch sehr fehleranfällig. Computer sind viel besser für repetitive Prozesse geeignet, da diese schneller und fehlerfrei agieren. Durch das Training der KI können unterschiedlich gestaltete Layouts, aber auch eingescannte Sicherheitsdatenblätter, ausgelesen werden.

Entlastung der Mitarbeiter

Das Erstellen eines Katasters ist eine sehr zeitaufwändige Arbeit. Ihre Mitarbeitenden sind bei einer manuellen Vorgehensweise etliche Arbeitstage mit dem Öffnen, Durchsuchen und Kopieren der Sicherheitsdatenblätter beschäftigt. Dies ist Zeit, die für wichtigere Aufgaben wie der Schulungen von Kollegen oder der Kundenakquise verwendet werden kann.

Zeitliche Ersparnis

Die meisten Projekte stehen unter einem großen Zeitdruck. Profitieren Sie von der KI und sourcen Sie die Dokumentation des Gefahrstoff-managements an uns aus.

Innerhalb weniger Tage wird die Dokumentation für Sie erstellt – natürlich mit Ihren individuellen Wünschen.

Aktuelles Kataster

Wir halten Ihr Kataster stets aktuell. Sicherheitsdatenblätter, die älter als zwei Jahre sind, werden durch uns automatisch aktualisiert, ausgelesen und Ihnen zur Verfügung gestellt.

Zuordnung von BAs

Ihre Mitarbeiter können die benötigte Betriebsanweisung direkt aus dem Kataster aufrufen – schnell, einfach und ohne zeitraubende Suche.

Übersicht aller Änderungen

Wir bereiten die Einstufungsänderungen Ihrer Gefahrstoffe übersichtlich für Sie auf und stellen sie Ihnen bereit, sodass Sie alle Anpassungen sofort einsehen und prüfen können.

Integration mit bestehender Software

Nutzen Sie bereits andere Software, die Gefahrstoffdaten verarbeitet? Kein Problem – unsere Applikation kann über eine REST-API problemlos mit jeder anderen Software kommunizieren.
Der SeDi-Tech Gefahrstoffkataster erstellprozess.
SeDi-Tech Gefahrstoffkatastererstellprozess

Gefahrstoffmanagementprozess

Hier sehen Sie den Prozess der Dokumentation des Gefahrstoffmanagements.

SeDi-Tech durchläuft den Prozess mit einer künstlichen Intelligenz, die aus den Sicherheitsdatenblättern Parameter extrahiert. Nach der Extraktion werden die Gefährdungsbeurteilungen erstellt und die sehr gefährlichen Stoffe identifiziert.

Mit einem Clustering-Algorithmus werden ähnliche Stoffe gebündelt und eine Sammelbetriebsanweisung vollautomatiseirt erstellt. Auf Wunsch kann für jeden Stoff eine individuelle Betriebsanweisung erstellt werden.

Kontaktieren Sie uns!
+49 176 42 000 163